Wer schlechter im Dunkeln sieht als tagsüber ist nicht zwangsläufig gleich nachtblind. Wann sprechen Augenärzte von echter Nachtblindheit?
Nachtblindheit wird durch bestimmte Erkrankungen ausgelöst. Zu ihnen gehören hauptsächlich die Funktionsstörung und der völlige Ausfall der Sehzellen (Stäbchen und Zapfen) in der Netzhaut. Während die Zapfen vornehmlich für das Tagessehen verantwortlich sind, ermöglichen die Stäbchen die Sicht in der Nacht. Bei einer Degeneration dieser Sinneszellen verliert das Auge seine Fähigkeit, sich an die Dunkelheit anzupassen.
Betroffene sehen bei der sogenannten Stäbchendystrophie nachts sehr schlecht oder gar nichts mehr. Allerdings ist auch das Tagessehen, u.a. durch eine Einschränkung des Gesichtsfeldes, beeinträchtigt. Neben diesen vererbbaren Defekten führt auch ein erworbener, schwerer Vitamin A-Mangel zur Nachtblindheit.
Eingeschränktes Sehen in der Dämmerung und vermehrtes Blendungsempfinden kann auf Augenerkrankungen, Hornhautprobleme oder eine Fehlsichtigkeit hinweisen. Aber auch lange Bildschirmarbeit, Alkohol- und Nikotinkonsum, Schlafmangel und vitaminarme Ernährung stellen Belastungen für die Augen dar, die sich gerade dann bemerkbar machen, wenn die Augen - wie bei der Dunkeladaption - besonders gefordert sind.
Wenn Sie im Dämmerlicht eingeschränkt sehen oder durch Lichter sehr stark geblendet werden, vereinbaren Sie bitte einen augenärztlichen Termin oder lassen Sie sich bei Ihrem Optiker in Halensee unweit Grunewald beraten.